Stadtinformationen

Krakau

Krakau entdecken und erleben? Gewusst wie …

Ich war vorher noch nie in Polen – aber der Wochenend-Trip nach Krakau hat mich absolut begeistert. Die im Süden von Polen gelegene frühere Hauptstadt hat mich mit den zahlreichen mittelalterlichen Bauten, Kathedralen und Bürgerhäusern und dem dennoch sehr jugendlichen Flair überrascht.

Aber nun mal ganz von vorn! Für diejenigen unter uns, die sich erstmal einen Überblick über die Altstadt verschaffen möchten ist der sogenannte Königsweg Pflicht. Es handelt sich hier um einen Rundweg, der direkt durch die Altstadt führt. Vorbei am Denkmal der Schlacht von Tannenberg und dem wohl größten Wehrturm in Europa namens Barbakana, gelangt man zu den Resten der Stadtmauer. Durchquert man hier das Florianstor, das letzte noch erhaltenen Stadttor von Krakau, gelangt man direkt zum Rynek Glówny, dem Herzstück der Stadt.

Der Marktplatz von Krakau ist – nach dem in Venedig – der größte mittelalterliche Marktplatz in Europa und ist gesäumt von unzähligen, malerischen Bürgerhäusern. Der Platz ist Standort der alten Tuchhallen, welche damals wie heute als „Shopping-Zentrum“ fungieren. Zahlreiche Straßencafés und der Ausblick auf das geschäftige Markt-Treiben ringsherum laden zum Verweilen ein.

Ein Kuriosum ist der Rathaus Turm, denn das zugehörige Rathaus wurde wegen Baufälligkeit bereits 1832 abgerissen. Gleich gegenüber gibt es die Marienkirche zu bestaunen, eine von über 100 Kirchen und Klöstern in Krakau.

Etwa 20 Minuten laufen wir nun von der Altstadt bis nach Kazimierz, dem jüdischen Viertel, das früher sogar mal eine eigene Stadt war. Gleich am Ufer der Weichsel erstreckt sich das bei Einheimischen und Touristen beliebte Ausgeh-Viertel, das gegenwärtig saniert wird. Hier kann man den alternativen Charme von Krakau und seine Künstlerszene erleben sowie die jüdischen Tradition noch hautnah spüren.

Kazimierz diente als Drehort für den Film Schindlers Liste und hier, gleich nebenan, im angrenzendem Stadtteil Podgórze, steht auch die ehemalige Fabrik Oskar Schindlers. Heute beherbergt diese eine Ausstellung zum Leben der Polen und Juden während der deutschen Besatzung.

In Kazimierz kann man die Nacht zum Tag machen aber auch schon nachmittags ein paar Drinks in den zahlreichen Straßencafés und Bars genießen. Unzählige Jazz- und Kellerbars in denen es regelmäßig Livemusik gibt und die vielen leckeren Restaurants lassen den Abend und das gesamte Wochenende in der heimlichen Hauptstadt der Polen zu einem einzigen Genuss werden.

Absolut empfehlenswert!

MeinTipp:

Nicht den Wawelberg vergessen. Wawel, das ist die Burg von Krakau und diese beherbergt sowohl das Königsschloss im Stil der Renaissance als auch die Kathedrale – hier wurden übrigens die meisten polnischen Könige begraben und von hier gibt es einen grandiosen Ausblick auf die wunderschöne Stadt.

Auch ist bei einem längeren Aufenthalt ein Abstecher in das nur eine Stunde entfernte ehemalige Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau ein Muss, um die Geschichte Krakaus und der gesamten Region richtig zu begreifen.

Krakau ist eher klein und überschaubar und zu Fuß ist eigentlich alles sehr gut zu erreichen. Wer dennoch einen anderen Überblick benötigt, kann das mit einem Hop-on-Hop-off-Bus machen oder auch mit dem Trabi….

Viel Spaß beim Erkunden von Krakau und Umgebung wünscht das Citytixx-Team!